|
KULTURERLEBNISSE
Eine Reise durch das Osterfjord - Gebiet ist eine Reise durch eine kulturhistorische Landschaft.
Auf Osterøy, der größten Binneninsel Norwegens, liegen hübsche Fjorddörfer mit alten Häusern und Erinnerungen an die Zeit, als noch das Dampfschiff auf dem Fjord verkehrte. Im Osten der Insel liegt der Hof Havråtunet, eine der am besten erhaltenen Haufensiedlungen des Landes. Im Inselinneren gibt es eine schöne Kulturlandschaft mit Hügeln und ertragreichen Höfen. Landwirtschaft und Handwerk sind wichtige Erwerbszweige für die Menschen hier. Zu den zahlreichen Kulturschätzen von Osterøy gehören die Kirche in Hamre, das Ole-Bull-Haus und das Osterøy Museum.
Am Sørfjord entlang kommt man nach Vaksdal und Dale, zwei Industrieorte, die als Folge der Wasserkraftnutzung entstanden sind. In Dale befindet sich Dale of Norway, ein weltweit bekannter Strickwarenproduzent. Schon seit undenklichen Zeiten leben Menschen im Gebiet des Osterfjords. In Skipshelleren bei Straume siedelten sie schon vor 6.000 Jahren. Auf einer Fahrt durch den Bolstadfjord sieht man alte Lachsfanganlagen. Der Verkauf von Lachsen war eine gute Einnahmequelle für die hiesigen Bauern, und sie entwickelten ihre eigene Fangmethode. Die Straßen entlang der Fjordarme sind echte Kunstwerke, schauen Sie sich z.B. die Straße von Dale ins Modal an.
Modalen ist eine Gemeinde mit großen Kontrasten. Seit dem Mittelalter gibt es hier eine Kirche, und noch heute kann man das Altarbild von 1612 bewundern. In Modalen wird nicht nur Landwirtschaft betrieben, sondern auch Kies und Sand verschifft. Von den zahlreichen Almen liegt die denkmalgeschützte Alm Otterstadstølen in der Nähe von Mo besonders reizvoll. In den letzten Jahrzehnten ist Modalen durch die Wasserkraftproduktion reich geworden, was den Einwohnern einige Vorteile gebracht hat. Außerdem ist Modalen das Tor zum Stølsheimen-Gebirge, einem der schönsten Gebirgsgebiete Westnorwegens.
|
|
ENERGIZENTRUM DALE
Erlebnisse mit Hochspannung!
Knöpfe zum Drücken, Diashow und interaktive Modelle – lehrreich und unterhaltend für die ganze Familie: Das ist das Energiezentrum in Dale, ein Erlebniszentrum in den beiden Kraftwerken von 1927 und 1990. Auf dem 400 m langen Weg in den kühlen, dunklen Berg bekommt man einen überwältigenden Eindruck von den Dimensionen eines modernen Kraftwerks. Auf einem Energiefahrrad kann man selbst Strom produzieren, oder man versucht sich beim Energiespar-Spiel.
Saison: 30.juni - 11.august
Für Gruppen auch außerhalb der Saison geöffnet.
Öffnungszeiten: Sonntag-Freitag (Samstag geschlossen)
Führungen stündlich 11-15 Uhr.
e-mail:
energisenteret.dale@bkk.no
Internett: www.bkk.no/energisenter
|
|
SKIPSHELLEREN
Einer der bekanntesten steinzeitlichen Siedlungsplätze Norwegens.
Unter dem natürlichen Felsüberhang ist der Sand beinahe pechschwarz. Hier, wo es nie regnet und keine Pflanzen wachsen, wohnten vor über 7.000 Jahren Steinzeitmenschen. Hier gab es gute Bedingungen zum Jagen und zum Fischfang in Süß- und Salzwasser. Der Boden des Siedlungsplatzes wurde als Abfallhaufen genutzt. Bei Ausgrabungen konnte man so erforschen, wie die Steinzeitmenschen während der verschiedenen Epochen lebten. Diesen vorgeschichtlichen Ort kann man mit oder ohne Guide besichtigen.
|
|
SCHULMUSEUM IN STRAUME
Ein gut ausgestattetes Museum, das den Unterricht in "alten Zeiten" anschaulich macht
|
|
KALDESTADSTOVA
Hier werden Gegenstände der Dyvik-Sammlung ausgestellt, einer Privatsammlung, die alles von Waffen bis zu Trachtensilber und Textilien umfasst. Das Haus Kaldestadstova liegt direkt beim Schulmuseum.
Führung nach Vereinbarung mit Osterfjord Reiselivslag
|
|
LACHSFANGANLAGEN
Entlang der Str. 569 entdeckt man kleine "Hütten" an den Fjordufern, die entweder auf Pfählen stehen oder an den Felsen befestigt sind. Dies sind Lachsfanganlagen, in denen die Fischer stundenlang saßen, um große Lachse zu fangen. Diese über 100 Jahre alte Fischfangmethode ist in ihrer Art einzigartig und nur im Osterfjord-Gebiet zu finden.
|
|
WASSERFALL HESJEDALSFOSSEN
Wenn viel Wasser die Felsen hinab und in den Fluss direkt unterhalb der Straße stürzt, bietet der Hesjedalsfossen mit einem freien Fall von über 70 Metern einen imposanten Anblick.
Der Hesjedals-Flusslauf ist der einzige nicht gestaute Fluss der Gemeinde Vaksdal. Der Hesjedalsfossen liegt an der Str. 569 zwischen Stamnes und Eidslandet. Schöner Rastplatz direkt am Wasserfall.
|
|
DER DICHTER OLAV NYGARD
Der bekannte Lyriker Olav Nygard (1884-1924) wurde auf dem Gebirgshof Krossen geboren. Er hinterließ lediglich vier kleine Gedichtsammlungen, wird jedoch zu den besten norwegischen Dichtern gezählt. In Mo steht ein Denkmal für den Dichter mit einem Relief von Ståle Kyllingstad.
|
|
SCHULMUSEUM MODALEN
Die Schule wurde 1888 gebaut und bis in die 70er Jahre des letzten Jahrhunderts genutzt. Seit dieser Zeit wurde das Schulhaus nicht verändert, es enthält u.a. einige Gegenstände aus dem alten Schulhaus in Mostraumen.
Geöffnet nach Vereinbarung mit dem Kulturbüro, Tel. +47-56 59 90 04.
|
|
KIRCHE IN MO
Die Kirche im Zentralort Mo am Mofjord enthält ein Altarbild von 1612. Geöffnet im Juli, Führungen zwischen 13 und 15 Uhr. Im übrigen Jahr nach Vereinbarung.
Informationen beim Kulturbüro, Tel. +47-56 59 90 04.
|
|
NORWEGENS LÄNGSTE LACHSTREPPE
Im Zuge des Ausbaus der Wasserkraft baute die Energieversorgung Bergen (BKK) eine Lachstreppe in den 34 m hohen Wasserfall Hellandsfossen.
Sie ist eine der merkwürdigsten von Menschenhand geschaffenen Konstruktionen in norwegischen Wasserfällen!
|
|
OSTERØY MUSEUM
Das Museum zeigt einen Querschnitt durch die traditionelle Lebensweise auf Osterøy. Gebäude und Einrichtungen veranschaulichen Lebensstil und Handwerkstraditionen im Laufe der Zeit. Die frühere Bauerngesellschaft wird durch Gebäude dokumentiert, die zu einem normalen Hof in Nordhordland gehörten. Hier stehen u.a. mehrere Wohnhäuser, eine Scheune mit Stall sowie ein aus Stein gemauertes Waschhaus. Eine besondere Attraktion ist das "Fjellsålnesloftet" von 1656, ein ungewöhnliches Haus, das im westnorwegischen Renaissance-Stil eingerichtet ist.
Öffnungszeiten:
Montag - Freitag
Januar - Mai 10.00-15.00
Juni - Juli 10.00-17.00
August - Dezember 10.00-15.00
Sonntag
Mai - September 12.00-18.00
Sonntagscafé
|
|
KIRCHE IN HAMRE (Osterøy)
Die charakteristische Kirche im Blockhausstil stammt aus dem 17. Jahrhundert. Seit 1024 war Hamre der Hauptkirchort von Nordhordland.
Die heutige Kirche ist die dritte an dieser Stelle. Teile des mittelalterlichen Inventars der zwei früheren Stabkirchen sind erhalten. Die Kirchenwände sind mit Bibelszenen in Text und Bild geschmückt, und u.a. gibt es ein Taufbecken aus Speckstein von 1250. Die Kirche von Hamre ist eine der wenigen erhaltenen Kirchen in Norwegen, die in Blockbauweise errichtet wurden.
Führungen nach Vereinbarung mit Osterfjord Reiselivslag
|
|
OLE BULL-HAUS
Hier verbrachte der weltbekannte Violinist Ole Bull (1810-1880) einen großen Teil seiner Jugend.
1864 begann er mit dem Bau des Hauses, das heute wie ein lebendiges Denkmal an ihn erinnert. Das Ole Bull-Haus war der erste Versuch in Norwegen, den altnordischen Stil zu kopieren und mit dem Schweizerstil zu kombinieren. Das charakteristische Gebäude weist innen wie außen viele Details auf. Man findet Stilarten von der altnordischen und Wikingerzeit bis zur Romantik. Die Dachstühle sind innen mit hübschen Schnitzereien geschmückt. Auf dem Dach wurden für jeden First uralte Drachenmotive sowie viele Details der Stabkirche von Urnes als Ornamente verwendet. Der Ole Bull-Hof befindet sich seit ca. 300 Jahren im Besitz der Familie und gehört heute Ole Bulls Ururenkel Knut Henriksen.
Führungen nach Vereinbarung mit Osterfjord Reiselivslag
|
|
MOOR HERLANDSNESJANE
Fährt man auf der Str. 368 zwischen Lonevåg und Fotlandsvåg, kommt man direkt hinter dem See Storavatnet in das einzigartige Moorgebiet Herlandsnesjane. Es ist Naturschutzgebiet und Biosphärenreservat und unterliegt der Europäischen Naturschutzkonvention. Ein Mosaik unterschiedlicher Moorarten bildet einen Querschnitt der westnorwegischen Moorvegetation. Vielfältige Vogel- und Insektenwelt.
|
|
KOSSDAL-Straße
Restauriertes Straßenstück mit kulturhistorischem Wert, 1890 gebaut. Mit 17 Kurven und 27% Steigung ist es an sich schon ein Naturerlebnis.
Hier kann man gut reiten, Rad fahren oder spazieren gehen. Die schönste Aussicht bietet sich, wenn man oben im Kossdal startet und der Straße bis hinunter nach Hosanger folgt.
|